Zum Inhalt springen

Schutzbedarf (CIA-Klassifizierung)

Schutzbedarf-Matrix

Nicht jedes Asset ist gleich kritisch. Im Schutzbedarf legen Sie fest, wie stark ein Asset geschützt werden muss — in drei Dimensionen.

SchutzzielFrage
Vertraulichkeit (Confidentiality)Wer darf das sehen? Was passiert, wenn Unbefugte es sehen?
Integrität (Integrity)Was passiert, wenn die Daten manipuliert werden? Falsche Zahlen, gefälschte Verträge?
Verfügbarkeit (Availability)Was passiert, wenn das System nicht erreichbar ist? Wie lange darf der Ausfall sein?

Pro Asset, pro Schutzziel:

  • Normal — bisschen Ärger, behebbar in Stunden, kein Schaden außerhalb der Firma
  • Hoch — spürbarer Schaden (z.B. 50–500k € oder Tagesausfall)
  • Sehr hoch — existenzbedrohend (Geschäftsverlust, Reputationsschaden)
  • Maximal — Gefahr für Leib und Leben (z.B. medizinische Geräte)

In der Übersicht sehen Sie eine Matrix: Assets in Zeilen, CIA-Stufen in Spalten. Sie klicken Felder an und stufst ein.

Hugo schlägt Default-Werte vor — z.B. “Patientendaten” sind by-default sehr hoch in V + I + A. Sie können überschreiben.

Hugo wendet die Maximums-Regel an: Das Asset bekommt insgesamt den Maximalwert der drei Dimensionen. Also “Hoch in V, Normal in I+A” → Asset insgesamt “Hoch”.

Alternativ: Kumulations-Effekt — wenn viele “Normal”-Werte zusammenkommen, kann das Gesamt-Risiko trotzdem “Hoch” werden.

  • Risiko-Register — Hugo schlägt für hoch-eingestufte Assets automatisch Risiko-Analysen vor.
  • Maßnahmen-Auswahl — pro Schutzbedarf gibt’s Standard-Maßnahmen (z.B. “sehr hoch in C” → Verschlüsselung Pflicht, Zugriff strikt protokolliert).
  • Notfall-Planung — Assets mit hoher A-Anforderung kommen in den Wiederanlauf-Plan.
  • Nicht inflationär hochstufen — wenn alles “sehr hoch” ist, ist nichts wirklich kritisch und Sie können nicht priorisieren.
  • Geschäftsführung muss zustimmen — sehr-hoch-eingestufte Assets brauchen Budget für Schutzmaßnahmen. Lieber GF früh einbinden.