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Klassifizierung (Risiko-Stufe)

Klassifizierungs-Wizard

Der AI Act verlangt: für jede KI müssen Sie wissen, in welcher Risiko-Klasse sie liegt. Hier macht’s Hugo mit Ihnen.

Pro KI-System klicken Sie Sie durch ~10 Ja/Nein-Fragen:

  1. Wird die KI für verbotene Praktiken eingesetzt (Social-Scoring, manipulative KI für vulnerable Gruppen)? → wenn ja: STOP, dürfen Sie nicht.
  2. Ist die KI in einem der 8 Hochrisiko-Anwendungsfelder?
    • Bewerbung / HR-Entscheidung
    • Bildungs-Bewertung
    • Kreditscoring / Versicherung
    • Strafverfolgung
    • Migration / Asyl
    • Justiz / Demokratie
    • Kritische Infrastruktur (Energie, Wasser, Verkehr)
    • Sicherheitskomponenten in regulierten Produkten
  3. Spezifische Frage je Hochrisiko-Feld zur Eingrenzung.
  4. Transparenz-Pflichten: Generiert die KI Inhalte (Text, Bild, Audio)? Interagiert sie direkt mit Menschen? Erkennt sie Emotionen / Biometrie?

Output: Risiko-Klasse + Begründung + Pflichten-Liste.

  • Konformitätsbewertung (Sie oder der Anbieter)
  • Risiko-Management-System
  • Daten-Qualität & Bias-Tests
  • Logging von Entscheidungen (1 Jahr)
  • Menschliche Aufsicht sichergestellt
  • Robustheit & Sicherheit
  • Anmeldung in EU-Datenbank
  • Verstärkte Transparenz für Betroffene
  • Transparenzpflicht — User muss wissen “Sie sprechen mit einer KI”
  • Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten
  • Keine speziellen Pflichten, aber freiwillig Verhaltenskodex möglich

Bei Änderungen an der KI (neuer Use-Case, neue Datenquelle, neue Funktion) → Re-Klassifizierung. Hugo erinnert mindestens jährlich.

  • Anbieter-Doku einbeziehen — OpenAI, Microsoft, Anthropic veröffentlichen für ihre KI Risiko-Einstufungen. Pack die als Nachweis dazu.
  • Best Practice auch bei Begrenztem Risiko: Logging + Menschliche Aufsicht freiwillig einführen — schützt vor späteren Eskalationen.