Fragebögen beantworten
Ein Auftraggeber schickt eine Excel-Datei mit 140 Fragen und einer Frist von zehn Tagen. Die Antworten stehen alle irgendwo in Ihrer Plattform — in den TOMs, im Verarbeitungsverzeichnis, in den ISMS-Maßnahmen, im Schulungsnachweis. Sie herauszusuchen und in eine fremde Tabelle zu übertragen, ist die eigentliche Arbeit.
Die Fragebogen-Antwortmaschine übernimmt das Heraussuchen und Formulieren. Prüfen und
freigeben tun Sie. Sie finden sie in der Anwendung unter Lieferkette → Fragebögen beantworten
(app.fraghugo.de/shield/fragebogen), verfügbar ab Datenschutz-Suite Pro, ab ISMS
Professional und in Hugo Shield Premium.
Der Ablauf
Abschnitt betitelt „Der Ablauf“Hochladen → Zuordnen → Beantworten lassen → Prüfen und freigeben → Export1. Hochladen
Abschnitt betitelt „1. Hochladen“Excel (.xlsx), CSV, Word (.docx) und PDF, bis 10 MB. Ziehen Sie die Datei in das Feld oder
wählen Sie sie über die Schaltfläche aus — die Tastaturbedienung ist gleichwertig.
Die Datei wird im Browser gelesen. Das Zerlegen in Zeilen und Spalten geschieht auf Ihrem Rechner; an den Server geht erst die fertige Fragenliste, nachdem Sie die Zuordnung bestätigt haben. Das ist auch der Grund, warum große Dateien einen Moment brauchen: Es rechnet Ihr Browser.
2. Zuordnungsschritt
Abschnitt betitelt „2. Zuordnungsschritt“Nach dem Einlesen zeigt die Anwendung die erkannten Zeilen und fragt: Welche Spalte enthält die Frage? Wo soll die Antwort hin? Dazu Referenznummer, Abschnitt und Antworttyp, soweit vorhanden. Zeilen, die keine Frage sind — Überschriften, Erläuterungen —, wählen Sie ab.
Hier tragen Sie außerdem Titel, anfragende Stelle und Frist ein. Die Frist erscheint später in der Liste und wird ab drei Tagen Restlaufzeit hervorgehoben.
3. Beantworten lassen
Abschnitt betitelt „3. Beantworten lassen“Jede Frage durchläuft zwei Stufen:
- Antwortbibliothek. Haben Sie dieselbe Frage schon einmal freigegeben, wird diese Antwort genommen — in Sekunden, ohne Modellaufruf.
- Faktenbestand. Sonst werden die passendsten belegten Aussagen aus Ihrem Sicherheitsprofil herausgesucht, und daraus wird eine Antwort formuliert — in der Sprache des Fragebogens, bei englischen Bögen also auf Englisch.
Findet sich kein passender Fakt, wird nichts erfunden. Die Frage wird als fehlt markiert, mit einem Hinweis, welche Angabe dafür nötig wäre.
Die Fragen werden in Gruppen von 20 parallel bearbeitet; der Fortschritt läuft sichtbar mit. Höchstens 400 Fragen je Bogen — größere Bögen teilen Sie bitte auf.
4. Prüfen und freigeben
Abschnitt betitelt „4. Prüfen und freigeben“In der Arbeitsansicht steht links die Fragenliste, rechts die einzelne Frage mit ihrer Antwort. Jede Antwort trägt drei Angaben:
Zustand — als Wort, nicht nur als Farbe:
| Zustand | Bedeutung |
|---|---|
| belegt | hohe Konfidenz und mindestens eine benannte Quelle |
| prüfen | eine Antwort liegt vor, aber Konfidenz oder Quelle tragen sie nicht allein |
| fehlt | im System steht nichts dazu |
Quellen — als anklickbare Verweise. Ein Klick öffnet die Maßnahme, die Richtlinie oder den Verzeichniseintrag, aus dem die Aussage stammt. So lässt sich in zwei Sekunden nachsehen, ob die Antwort trägt.
Herkunft — woher der Text kommt:
| Herkunft | Bedeutung |
|---|---|
| aus der Antwortbibliothek | so haben Sie diese Frage schon einmal beantwortet |
| maschinell formuliert | aus dem Faktenbestand erzeugt |
| von Hand geschrieben | Sie haben den Text selbst eingetragen oder überarbeitet |
Sie können jede Antwort überschreiben. Freigegeben wird je Frage; freigegebene Antworten werden bei einem erneuten Durchlauf nicht überschrieben.
„Nachweis ergänzen”
Abschnitt betitelt „„Nachweis ergänzen”“Steht zu einer Frage nichts im System, tragen Sie die Tatsache als einen Satz ein — etwa „Wiederherstellungstests der Datensicherung erfolgen halbjährlich, zuletzt im März 2026”.
Dieser Satz wird Teil Ihres Faktenbestands. Er beantwortet die Frage in diesem Bogen und künftig auch in anderen Bögen, und er überlebt den nächtlichen Neubau des Faktenbestands. Auf Wunsch lässt er sich zugleich als Maßnahme in den TOMs anlegen, damit die Aussage nicht nur im Fragebogen existiert.
Nach dem Ergänzen lassen Sie die offenen Fragen noch einmal beantworten — das zählt nicht als neuer Fragebogen (siehe Fair Use).
5. Export
Abschnitt betitelt „5. Export“Ausgegeben wird eine Excel-Datei mit zwei Blättern:
- Hinweise — das Deckblatt mit Titel, anfragender Stelle, Erstellungsdatum, der Zahl der freigegebenen Antworten und dem Kennzeichnungshinweis.
- Antworten — Nummer, Abschnitt, Frage, Antwort, Grundlage (die Quellen) und die Spalte „Freigegeben”.
Nur freigegebene Antworten stehen im Export. Was Sie nicht freigegeben haben, bleibt leer — nichts verlässt das Haus, das ein Mensch nicht angesehen hat. Solange keine Antwort freigegeben ist, ist die Schaltfläche gesperrt.
Antwortbibliothek
Abschnitt betitelt „Antwortbibliothek“Jede freigegebene Antwort mit Quelle wandert in die Antwortbibliothek und wird beim nächsten Bogen zuerst genommen. Bei einem zweiten Fragebogen mit ähnlichen Fragen ist ein großer Teil damit in Sekunden beantwortet.
Der eigentliche Zweck ist aber nicht Tempo, sondern Konsistenz: Dieselbe Frage soll nicht zweimal unterschiedlich beantwortet werden. Ein Prüfer, der beide Bögen vor sich hat — und in größeren Konzernen liegen sie im selben Lieferantenportal —, sieht den Widerspruch sofort, und dann steht nicht die Antwort in Frage, sondern Ihre Sorgfalt.
Antworten ohne Quelle kommen nicht in die Bibliothek. Sonst würde eine einmal unbelegt formulierte Aussage zur Dauerantwort für alle künftigen Bögen.
Fair Use
Abschnitt betitelt „Fair Use“| Tarif | Fragebögen je Monat |
|---|---|
| Hugo Shield Premium | 5 |
| Datenschutz-Suite Pro · ISMS Professional | 20 |
| Datenschutz-Suite Premium · ISMS Enterprise | unbegrenzt |
Dazu: höchstens 400 Fragen je Bogen.
Gezählt wird der erste Antwortlauf eines Bogens. Ein zweiter Durchlauf — etwa nachdem Sie fehlende Nachweise ergänzt haben — zählt nicht erneut. Ist das Kontingent erschöpft, erscheint ein Hinweis mit dem Stand; der nächste Monat beginnt mit einem neuen Kontingent.
Grenzen
Abschnitt betitelt „Grenzen“Eingescannte PDF-Dateien werden abgelehnt. Enthält ein PDF kaum Text, ist es vermutlich ein Scan; die Anwendung sagt das und bittet um die Excel- oder Word-Fassung. Eine Texterkennung bauen wir bewusst nicht ein: Ihre Fehler wären nicht sichtbar, sie stünden als scheinbar saubere Frage in der Liste — und die falsch gelesene Frage würde falsch beantwortet. Der Fehler landete in den Antworten, für die Sie geradestehen.
Zwei weitere Punkte, die regelmäßig gefragt werden:
- Es wird nichts automatisch verschickt. Die Anwendung erzeugt eine Datei; wer sie wem schickt, entscheiden Sie.
- Die Antworten sind Vorschläge aus Ihren eigenen Daten. Freigabe und Richtigkeit verantworten Sie. Fragebögen und ihre Inhalte bleiben in Ihrer Organisation und werden nicht zum Training verwendet.
Verwandte Seiten
Abschnitt betitelt „Verwandte Seiten“- Sicherheitsprofil — der Faktenbestand, aus dem die Antworten stammen
- Für Auftraggeber: Profile lesen — wie die andere Seite damit umgeht
- Self-Assessment — der Shield-Fragebogen, den Auftraggeber über die Plattform verschicken
- TOMs — wo ergänzte Nachweise dauerhaft hingehören